Wirkstoff AKTUELL

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Ausgabe 3/2017

Wirkstoff AKTUELL

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Rationale Antibiotikatherapie bei unkomplizierten Harnwegsinfektionen Orale Antibiotika

Folsäureantagonisten Trimethoprim

Nitrofuran Nitrofurantoin

Fluorchinolone Ciprofloxacin Levofloxacin Norfloxacin

Hydroxychinolin-Derivat Nitroxolin

Phosphonsäurederivat Fosfomycin-Trometamol

Betalaktamantibiotika Aminopenicilline + Betalaktamaseinhibitor Cephalosporine Pivmecillinam

Unkomplizierte Harnwegsinfektionen (HWI) werden vorwiegend durch gramnegative bakterielle Erreger, vor allem durch Escherichia coli (E. coli) verursacht. Bei unkomplizierter Zystitis bei Frauen in der Prämenopause sollten FosfomycinTrometamol, Nitroxolin (bisher geringe Erfahrungen) und das seit 2016 auch in Deutschland zur Verfügung stehende Penicillinderivat Pivmecillinam eingesetzt werden. Die Erregerempfindlichkeit von E. coli ist für alle Wirkstoffe hoch (> 90 %), sie verursachen nur geringe mikrobiologische Begleitschäden. Mittel der Wahl für die Therapie der akuten unkomplizierten Zystitis bei jüngeren Männern ohne sonstige relevante Begleiterkrankungen ist Pivmecillinam. Bei der empirischen Behandlung der unkomplizierten Pyelonephritis sind Fluorchinolone bei Frauen in der Prämenopause und bei Männern Mittel der ersten Wahl, es sei denn, die lokale Resistenzrate von E. coli liegt über 10 %. Bei Kindern und Jugendlichen sind für die orale Antibiotikatherapie der akuten unkomplizierten Zystitis und der akuten unkomplizierten Pyelonephritis Cephalosporine der Gruppe 2/3 bzw. der Gruppe 3 Mittel der ersten Wahl. Grundlage für eine rationale Antibiotikatherapie sind die korrekte Diagnosestellung, die kritische Indikation zum Einsatz von Antibiotika, die Wahl des geeigneten Antibiotikums sowie die Verlaufskontrolle mit Festlegung der Behandlungsdauer. Eine kritische Indikationsstellung dient dem Patienten, verringert den Selektionsdruck zugunsten resistenter Erreger und senkt die Kosten.

Indikation Harnwegsinfektionen unkomplizierte Zystitis unkomplizierte Pyelonephritis

Empfehlungen zur wirtschaftlichen Verordnungsweise 1. Empfehlungen zur rationalen Antibiotikatherapie bei Harnwegsinfektionen (1-6) HWI lassen sich nach Lokalisation, Symptomen und nach dem Vorliegen oder Fehlen komplizierender Faktoren einteilen. Bei einer Zystitis sind Infektion und Entzündungsreaktion auf die Blase begrenzt. Bei einer Pyelonephritis ist das Nierenparenchym betroffen. Zystitis und Pyelonephritis verursachen in der Regel klinische Symptome. Von einer asymptomatischen Bakteriurie wird gesprochen, wenn bei mikrobiologischem Nachweis einer Harntraktbesiedelung keinerlei Symptome und keine Leukozyturie bestehen. Das wesentliche Ziel bei der Therapie von HWI ist, die klinischen Symptome schneller zum Abklingen zu bringen. In der Regel erfordert eine Pyelonephritis eine antibakterielle Therapie, bevor der Erreger bekannt ist und das Ergebnis der mikrobiologischen Resistenztestung vorliegt. Die Antibiotikaauswahl erfolgt daher nach der größten Erregerwahrscheinlichkeit, der erwarteten Resistenzsituation und den geringsten Kollateralschäden. Die Behandlung einer Zystitis erfolgt in der Regel empirisch, d. h. ohne Erregersicherung, da eine mikrobiologische Diagnostik in dieser Situation als nicht kosteneffektiv gilt. Eine asymptomatische Bakteriurie bei nicht schwangeren Frauen sollte nicht antibiotisch behandelt werden. Bei der unkomplizierten Zystitis sollte eine Antibiotikatherapie empfohlen werden. In Einzelfällen kann bei Patientinnen mit leichten/mittelgradigen Beschwerden die alleinige symptomatische Therapie eine vertretbare Alternative darstellen. Eine partizipative Entscheidungsfindung mit den Patienteninnen ist sinnvoll. Für die Therapie der akuten unkomplizierten Zystitis soll eine kurzzeitige Antibiotikatherapie mit einem dafür geeigneten Antibiotikum eingeleitet werden. Bei der unkomplizierten Pyelonephritis sollte so früh wie möglich mit einer Antibiotikatherapie begonnen werden. Eine orale Antibiotikatherapie sollte bevorzugt werden bei Kindern ab dem ersten Lebensjahr in Abhängigkeit von der Compliance. Aus der Gruppe der für die Therapie der unkomplizierten HWI eingesetzten oralen Antibiotika – Aminopenicilline in Kombination mit einem Betalaktamaseinhibitor, Cephalosporine der Gruppe 2 und 3, Fluorchinolone, Fosfomycin-Trometamol, Nitrofurantoin, Nitroxolin, Pivmecillinam oder Trimethoprim – wird bei Fluorchinolonen und Cephalosporinen die Gefahr der Selektion multiresistenter Erreger oder das Risiko einer Clostridium-difficile-assoziierten Kolitis als derzeit am höchsten betrachtet.

Unkomplizierte Zystitis (Kinder und Jugendliche) Die unkomplizierte Zystitis im Kindes- und Jugendalter ist vorwiegend Folge einer Infektion durch E. coli, selten Proteus mirabilis. Zystitiden, die z. B. mit Dysurie, Algurie, Unterbauchschmerzen und/oder neu auftretender Inkontinenz einhergehen, bedürfen zur raschen Symptombeseitigung einer antibakteriellen Therapie. Trimethoprim galt lange Zeit als Mittel der ersten Wahl. Der Sulfonamid-Anteil der Trimethoprim-SulfonamidKombinationen ist verzichtbar. Eine wesentliche Verbesserung der klinischen Effektivität bei der Zystitis durch das Kombinationspräparat Cotrimoxazol wurde nicht gezeigt. Zudem ist das Risiko unerwünschter Arzneimittelwirkungen unter der Kombination größer als unter Trimethoprim allein. In seltenen Fällen wurden auch schwerwiegende Nebenwirkungen mit z. T. erheblichen Folgen (Lyell-Syndrom) beobachtet. Mit steigenden Resistenzraten von E. coli nicht nur gegen Sulfamethoxazol, sondern auch gegen Trimethoprim rückt auch Trimethoprim als Mittel der ersten Wahl zunehmend in den Hintergrund. In Regionen mit bekannt hohen (> 20 %) Resistenzquoten von E. coli-Harnwegsisolaten gegen Trimethoprim ist eine kalkulierte Therapie mit einem Oralcephalosporin, alternativ mit Amoxicillin + Betalaktamaseinhibitor zu bevorzugen. Prinzipiell sollten bei der kalkulierten Therapie einer Zystitis zur Vermeidung weiterer Resistenzentwicklungen Reserveantibiotika vermieden werden. Bei (rezidivierenden) HWI älterer Mädchen (> 12 Jahre) mit eindeutigen klinischen Symptomen einer Zystitis kann auch Fosfomycin-Trometamol eingesetzt werden. Pivmecillinam kann bei Kindern ab einem Alter von 6 Jahren zur Behandlung einer akuten, unkomplizierten Zystitis durch gramnegative Erreger (z. B. bei Infektionen durch E. coli, Citrobacter spp., Enterobacter spp., Klebsiella spp., Proteus mirabilis) eingesetzt werden. Grampositive Erreger sowie Pseudomonas spp. und Serratia spp. gehören nicht zum Wirkspektrum. Die Resistenzraten sind niedrig. Pivmecillinam ist auch gegenüber den meisten ESBL-positiven Erregern wirksam. Es besteht nur eine geringe Kreuzresistenz mit anderen Betalaktam-Antibiotika. (6) Unkomplizierte Pyelonephritis (Kinder und Jugendliche) Häufigster Erreger ist E. coli, seltener Proteus mirabilis. Eine Antibiotikatherapie soll umgehend eingeleitet werden, um Nierenparenchymschäden und eine Sepsis zu vermeiden. Die Dauer der Therapie orientiert sich am klinischen Verlauf. Meist sind 7(–10) Tage ausreichend:

Entscheidend ist die rasche Einleitung einer wirksamen antibakteriellen Behandlung. Jede Verzögerung erhöht das Risiko segmentaler Nierennarben. Bei schwerem Verlauf und im Säuglingsalter kann initial eine parenterale Therapie indiziert sein, um rasch hohe Plasma-, Urin- und Parenchymkonzentrationen des Antibiotikums zu gewährleisten. Nach Ansprechen der Therapie und Kenntnis des Resistogramms soll auf eine gezielte orale Behandlung umgestellt werden. Bei Pyelonephritis jenseits des Säuglingsalters kann die antibakterielle Behandlung mit einem Oralcephalosporin der Gruppe 3, alternativ mit Amoxicillin + Betalaktamaseinhibitor ambulant erfolgen, sofern eine gute Compliance zu erwarten und die ärztliche Überwachung der Therapie gewährleistet ist. Unkomplizierte Zystitis (Erwachsene) Die am häufigsten vorkommende HWI ist die unkomplizierte Zystitis. Sie tritt besonders bei jüngeren Frauen im geschlechtsaktiven Alter als Folge einer Infektion durch E. coli, seltener durch Klebsiella, Proteus spp. oder Staphylococcus saprophyticus auf. Eine rasche Beseitigung der Symptome ist Ziel einer kurzfristigen oralen Antibiotikatherapie: Bei unkomplizierter Zystitis bei Frauen in der Prämenopause können Fosfomycin-Trometamol, Nitroxolin oder Pivmecillinam eingesetzt werden. Bei der Verordnung dieser Wirkstoffe ist folgendes zu beachten: Für Fosfomycin besteht eine absolute Kontraindikation bei schwerer Niereninsuffizienz (GFR < 20 ml/min). Nitroxolin darf nicht bei schweren Leber- und Nierenfunktionsstörungen eingenommen werden. Die Bestandteile des Fertigarzneimittels Sojaöl und Ponceau 4R (E124) können schwere allergische Reaktionen hervorrufen. Die Erfahrung mit der Substanz ist gering. Valide Daten aus randomisierten Studien liegen nicht vor. Pivmecillinam sollte wegen der Gefahr eines Carnitinmangels nur mit Vorsicht langfristig oder für häufig wiederholte Behandlung verwendet werden. Niereninsuffizienz stellt keine Kontraindikation dar; eine Anpassung der Dosis ist nicht notwendig. Trotz der Empfehlungen in der aktuellen S3-Leitlinie zu unkomplizierten HWI (4) kann das kostengünstige Nitrofurantoin aufgrund der bestehenden Risiken (s. Fachinformation (7)) bei Frauen nur ein Mittel der Reserve sein. Die Anwendungsdauer umfasst 5 Tage. Vor der Verordnung von Nitrofurantoin sollten die Nieren- und

die Leberfunktion überprüft werden, da bei Störungen dieser Funktionen mit erheblichen Nebenwirkungen zu rechnen ist. Unter der Therapie mit Nitrofurantoin sind Kontrollen von Blutbild, Leber- und Nierenwerten erforderlich. Nitrofurantoin kann interstitielle Pneumonitiden und Lungenfibrosen (zum Teil tödlich, meist unter Langzeitanwendung, aber auch bei kürzerer oder intermittierender Anwendung) sowie Neuropathien verursachen. Es ist bei Niereninsuffizienz kontraindiziert. Fluorchinolone sind zwar bei ansonsten gesunden Frauen als Drei-Tage-Therapie zur Behandlung der unkomplizierten Zystitis gut wirksam, aber nicht Antibiotika der ersten Wahl. Sie müssen für andere Indikationen zur Verfügung stehen. Für die Behandlung der unkomplizierten Zystitis sind andere teils ausschließlich in dieser Indikation eingesetzte Antibiotika vorhanden. Zur Therapie der Zystitis bei fehlenden Alternativen zu Fluorchinolonen sollte primär aufgrund günstiger Resistenzraten und geringerer systemischer Wirksamkeit und weniger Einfluss auf die Begleitflora der Haut Norfloxacin angewandt werden. Vorteile hinsichtlich unerwünschter Arzneimittelwirkungen von Norfloxacin gegenüber den anderen Fluorchinolonen sind jedoch nicht gesichert. Aufgrund verbreitet hoher Resistenzraten (in vielen Regionen > 20 % für E. coli) können Cotrimoxazol und Trimethoprim nicht mehr als ein Mittel der Wahl für die empirische Therapie unkomplizierter HWI empfohlen werden. Liegen die Resistenzraten regional unter 20 %, ist der Einsatz von Trimethoprim bei der unkomplizierten Zystitis vertretbar (Kurzzeittherapie: 3 Tage) (8). Aminopenicilline + Betalaktamaseinhibitoren sind für die empirische Kurzzeittherapie der unkomplizierten Zystitis keine Mittel der ersten Wahl. Sie können wegen der niedrigen/hohen Empfindlichkeits-/Resistenzraten nicht mehr für die empirische Therapie empfohlen werden. Cephalosporine der zweiten (Cefuroximaxetil) oder dritten Generation (Cefixim, Cefpodoximproxetil) können als Alternative erwogen werden, wenn andere Antibiotika nicht infrage kommen. Für die empirische orale Therapie der akuten unkomplizierten Zystitis bei jüngeren Männern ohne sonstige relevante Begleiterkrankungen sollte Pivmecillinam eingesetzt werden. Fosfomycin-Trometamol und Nitrofurantoin besitzen jeweils keine Zulassung für Männer (7;9). Nitroxolin wird nicht empfohlen. In der S3-Leitlinie wird zwar eine Gabe von Nitrofurantoin bei jüngeren Männern empfohlen (4), was jedoch einem Off-Label-Use entspricht. Verordnungen außerhalb der zugelassenen Indikation sind zu Lasten der GKV grundsätzlich nicht möglich. Unkomplizierte Pyelonephritis (Erwachsene) Häufigster Erreger ist E. coli, gefolgt von Proteus mirabilis und Klebsiella pneumoniae. Seltener werden andere

Enterobakterien oder Staphylokokken im Urin nachgewiesen. Eine rechtzeitig eingeleitete wirksame Therapie kann möglicherweise einen Nierenparenchymschaden vermeiden. Die Dauer der Therapie orientiert sich am klinischen Verlauf, meist sind 7–14 Tage ausreichend: Nur milde und mittelschwere pyelonephritische Infektionen sollten bei ansonsten gesunden Frauen in der Prämenopause mit oralen Antibiotika behandelt werden. Bei schweren Infektionen mit systemischenBegleitsymptomen wie Übelkeit, Erbrechen oder Kreislaufinstabilität sollte die Therapie initial mit parenteralen Antibiotika begonnen werden. Eine ein- bis zweiwöchige Therapiedauer ist bei milder oder mittelschwerer Pyelonephritis und klinisch unauffälligem Verlauf ausreichend. Mit Fluorchinolonen kann die Therapie auf 7–10 Tage und bei höheren Dosen sogar auf 5 Tage verkürzt werden.

Die Fluorchinolone Ciprofloxacin und Levofloxacin sind Mittel der ersten Wahl bei der Pyelonephritis bei ansonsten gesunden Frauen, falls die lokale E. coli-Resistenzrate nicht deutlich über 10 % liegt, Norfloxacin gilt im Unterschied zur Zystitis als nicht geeignet. Cephalosporine der Gruppe 3 (Cefixim, Ceftibuten (zurzeit außer Handel), Cefpodoximproxetil) können ebenfalls verordnet werden. Cotrimoxazol und Trimethoprim sollten nicht mehr zur empirischen Therapie der Pyelonephritis eingesetzt werden. Für die empirische orale Therapie der milden und mittelschweren unkomplizierten Pyelonephritis bei gesunden jüngeren Männern werden als Mittel der ersten Wahl Fluorchinolone empfohlen, falls die lokale E. coliResistenzrate noch unter 10 % liegt. Die Therapiedauer liegt in der Regel bei 5–10 Tagen.

Antibiotikatherapie immer indiziert

asymptomatische Bakteriurie ohne Hinweise für funktionelle Blasenentleerungsstörungen, Harntraktfehlbildungen oder vorausgegangene Pyelonephritiden

Antibiotikatherapie nicht indiziert:

E. coli selten: Klebsiella, Proteus

E. coli seltener: Proteus mirabilis

Erreger

2

1

Keine empirische Therapie, nur falls Erreger als sensibel getestet. Detaillierte Informationen zu der Dauer der Antibiotikatherapie sind den aktuellen Leitlinien und den entsprechenden Fachinformationen zu entnehmen.

unkomplizierte Pyelonephritis

Antibiotikatherapie indiziert:

unkomplizierte Zystitis

Zystitiden, die z. B. mit Dysurie, Algurie, Unterbauchschmerzen und/oder neu auftretender Inkontinenz einhergehen

Indikationen für eine Antibiotikatherapie

Krankheit

Erstlinientherapie:  Cephalosporine Gruppe 3 Alternativen:  Aminopenicillin + Betalaktamaseinhibitor Dauer der Antibiotikatherapie2: (7–)10 Tage

Erstlinientherapie:  Cephalosporine Gruppe 2/3 Alternativen:  Aminopenicillin + Betalaktamaseinhibitor  Fosfomycin-Tromethamol (nur bei Mädchen > 12 Jahre zugelassen)  Trimethoprim1 Dauer der Antibiotikaherapie2: 3(–5) Tage Fosfomycin-Tromethamol (Einmaldosis)

Antibiotika

Tabelle 1: Empfehlungen zum rationalen Einsatz von oralen Antibiotika bei Kindern und Jugendlichen mit unkomplizierten HWI (1;2;5)

Antibiotikatherapie immer indiziert

asymptomatische Bakteriurie

Antibiotikatherapie nicht indiziert:

E. coli (80–90 %), Proteus, Klebsiella, Staphylokokken, andere Enterobacteriaceae

E. coli (80–90 %), Klebsiella, Proteus, Staphylokokken

Erreger

2

1

Keine empirische Therapie, nur wenn die lokale Resistenzsituation von E. coli < 20 % liegt. Detaillierte Informationen zu der Dauer der Antibiotikatherapie sind den aktuellen Leitlinien und den entsprechenden Fachinformationen zu entnehmen.

unkomplizierte Pyelonephritis

Antibiotikatherapie indiziert:

unkomplizierte Zystitis

Zystitiden, die z. B. mit Dysurie, Algurie, Unterbauchschmerzen einhergehen

Indikationen für eine Antibiotikatherapie

Krankheit

Erstlinientherapie:  Ciprofloxacin  Levofloxacin  Cephalosporine Gruppe 3 (Cefixim, Ceftibuten (z. Zt. außer Handel), Cefpodoximproxetil) Dauer der Antibiotikatherapie2: (7–)10 Tage

Erstlinientherapie:  Fosfomycin-Trometamol (nur bei Frauen zugelassen)  Nitroxolin (bisher geringe Erfahrungen, nur bei Frauen)  Pivmecillinam Alternativen:  Nitrofurantoin-Retard (nur bei Frauen)  Trimethoprim1  Norfloxacin und andere Fluorchinolone (nicht: Moxifloxacin)  Cephalosporine Gruppe 2/3 Dauer der Antibiotikaherapie2:  Fosfomycin-Tromethamol (Einmaldosis)  Nitrofurantoin-Retard und Nitroxolin (5 Tage)  Trimethoprim1 (3 Tage)  Fluorchinolone (3 Tage)  Cephalosporine Gruppe 2/3 (3 Tage)

Antibiotika

Tabelle 2: Empfehlungen zum rationalen Einsatz von oralen Antibiotika bei Erwachsenen mit unkomplizierten HWI (3;4)

2. Grundlagen der rationalen Antibiotikatherapie bei Harnwegsinfektionen (10-16) Grundlagen für eine rationale Antibiotikatherapie sind die korrekte Diagnosestellung, die kritische Indikation zum Einsatz von Antibiotika, die Wahl des geeigneten Antibiotikums sowie die Verlaufskontrolle mit Festlegung der Behandlungsdauer. Eine kritische Indikationsstellung dient nicht nur dem Patienten, sondern führt auch zu einer Verringerung der Kosten und des durch den Antibiotikaeinsatz zugunsten resistenter Erreger ausgeübten Selektionsdrucks. Zu einer rationalen Antibiotikatherapie gehören die Vermeidung antimikrobieller Resistenzen auf der Ebene des individuellen Patienten wie auch auf der Ebene der Bevölkerung, die Beachtung der Prinzipen der kalkulierten und gezielten Antibiotikatherapie. Dies schließt Handlungsempfehlungen zur Reduktion eines Antibiotikaeinsatzes ein: Ursachen und Vermeidung von Antibiotikaresistenzen Die Einnahme von Antibiotika führt zur Veränderung der normalen bakteriellen Flora auf Haut und Schleimhäuten mit Nebenwirkungen wie z. B. Diarrhoe, aber auch der Entstehung und/oder Selektion/Ausbreitung der antibiotikaresistenten Erreger. Diese resistenten Erreger können, ohne eine Infektion zu verursachen, sehr lange (bis zu sechs Monate oder länger) persistieren. Mit diesen resistenten Erregern kolonisierte Patienten haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, Infektionen mit diesen Erregern zu entwickeln. Auch bei indikationsgerechtem Gebrauch eines Antibiotikums können sich Antibiotikaresistenzen entwickeln. Prophylaktische Maßnahmen (Händewaschen, Händedesinfektion) können das Risiko der Übertragung von antibiotikaresistenten Erregern auf weitere Personen reduzieren Grundzüge einer rationalen Antibiotikatherapie Indikation kritisch prüfen, Prinzipien der gezielten oder kalkulierten Therapie beachten, Dosis und Therapiedauer beachten, Zurückhaltung mit Reservesubstanzen, Förderung der Compliance, Wirtschaftlichkeit beachten.

Prinzipen der kalkulierten Antibiotikatherapie. Sie berücksichtigt: die häufigsten Erreger der jeweiligen Infektion, das Wirkungsspektrum des Antibiotikums, die Pharmakokinetik/-dynamik, die Verträglichkeit des Antibiotikums, wichtige Patientencharakteristika (Alter, Impfstatus, Allgemeinzustand, Begleiterkrankungen, ggf. Begleitmedikationen und Vortherapien, Leber-, Nierenfunktion). Maßnahmen zur Reduktion inadäquater Antibiotikaverordnungen bei HWI Antibiotika sollten nur bei bakteriellen Infektionen der Harnwege verordnet werden, nicht bei asymptomatischen Bakteriurien (Ausnahme: Schwangerschaft und vor urologischen Eingriffen). Bei indizierter Verordnung eines Antibiotikums sollte möglichst ein Schmalspektrumantibiotikum verordnet werden, immer mit Angabe der Dosis, der Dosierungsintervalle und der Einnahmedauer. Patienten mit Symptomen einer HWI sollten über den natürlichen Verlauf der einzelnen Krankheitsbilder einschließlich deren durchschnittlicher Dauer informiert werden. informiert werden, dass der häufige Gebrauch von Antibiotika zu einem gesteigerten Risiko von Infektionen durch antibiotikaresistente Erreger führen kann. Informationsmaterial über die sichere Anwendung von Antibiotika und die Risiken der Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen erhalten, z. B. Gesundheitsinformationen des IQWiG (www.gesundheits information.de) und der DEGAM (www.degamleitlinien.de).

Wirkungsweise (17–20) Folsäureantagonisten Trimethoprim

das die Synthese von N-Acetylmuraminsäure aus UDP-NAcetylglucosamin und Phosphoenolpyruvat katalysiert. Es hemmt so den ersten Schritt der Peptidoglykansynthese.

Pharmakodynamik

Pharmakokinetik

Trimethoprim fungiert als kompetitiver Inhibitor der Dihydrofolsäurereduktase. Hierdurch wird die Synthese von Tetrahydrofolsäure unterbunden und somit können die zum Aufbau von Thymin und Purinen benötigten C1-Verbindungen (Methyl- und Formylgruppen) nicht bereitgestellt werden. Trimethoprim wirkt bakteriostatisch.

Fosfomycin wird von Mikroorganismen durch aktiven Transport aufgenommen. Es besitzt eine gute Gewebeund Knochenpenetration (bei parenteraler Verordnung relevant). Die HWZ beträgt etwa zwei Stunden. Die Ausscheidung erfolgt renal in fast ausschließlich unveränderter Form.

Pharmakokinetik

Nitrofurantoin

Die Plasma-Protein-Bindung beträgt für Trimethoprim 40 %. Bei oraler Applikation werden maximale Plasmaspiegel nach zwei bis vier Stunden erreicht. Es wird in der Leber metabolisiert. Der Metabolisierungsgrad von Trimethoprim beträgt ca. 20 %. Sowohl der metabolisierte als auch der proteingebundene Anteil sind antibakteriell unwirksam. Die Halbwertszeit (HWZ) liegt für Trimethoprim bei zehn bis zwölf Stunden. Die Ausscheidung erfolgt vorwiegend renal und in geringem Umfang auch hepatobiliär.

Pharmakodynamik

Fluorchinolone Pharmakodynamik Fluorchinolone sind Hemmstoffe der Untereinheit A der DNA-Gyrase und werden auch als Gyrasehemmer bezeichnet. Hauptangriffspunkte sind die bakteriellen Topoisomerasen. Je nach Wirkstoff wird primär die Topoisomerase vom Typ II oder Typ IV gehemmt. Beide Enzyme werden für die bakterielle Replikation, Transkription, Rekombination und Reparatur der DNS benötigt. Pharmakokinetik Die Fluorchinolone werden meist gut intestinal resorbiert (> 90 %, Ciprofloxacin 70 %). Die Plasmaproteinbindung ist gering und liegt bei 10–40 %. Die HWZ beträgt bei den hauptsächlich als Harnwegstherapeutika eingesetzten Fluorchinolonen drei bis sechs Stunden. Die Ausscheidung erfolgt vorwiegend über die Nieren, aber auch biliär und transintestinal.

Fosfomycin-Trometamol Pharmakodynamik Fosfomycin ist ein aus verschiedenen Streptomyces-Arten isoliertes Antibiotikum, das bakterizid wirkt. Fosfomycin bindet irreversibel an das aktive Zentrum des Enzyms,

Nitrofurantoin gehört zu den Nitrofuranen, einer Gruppe synthetischer Chemotherapeutika. Nitrofurantoin hat keine eigene antimikrobielle Aktivität. Es wird von bakteriellen Nitroreduktasen zur aktiven Verbindung metabolisiert. Die Reduktionsmetaboliten führen durch Adduktbildung mit der DNS zu teilweise deletären Strangbrüchen bzw. hemmen zahlreiche Stoffwechselaktivitäten durch Elektronenentzug. Pharmakokinetik Nitrofurantoin wird nahezu vollständig aus dem Gastrointestinaltrakt resorbiert. Die Plasmaproteinbindung beträgt etwa 40–80 %. Nitrofurantoin wird sehr rasch (HWZ 20– 30 Minuten) über die Nieren ausgeschieden und zwar zu etwa 40 % in unveränderter Form.

Nitroxolin Pharmakodynamik Nitroxolin gehört zur Wirkstoffgruppe der 8-Hydroxychinolin-Derivate. Es ist ein Chelatbildner für zweiwertige Kationen. In therapeutisch erreichbaren Konzentrationen wirkt die Substanz vorwiegend bakteriostatisch gegenüber den meisten gramnegativen und grampositiven bakteriellen Erregern von HWI. Pharmakokinetik Oral appliziertes Nitroxolin wird rasch und nahezu vollständig im Darm resorbiert. 15–30 Minuten nach einer oralen Gabe von Nitroxolin ist der Wirkstoff im Blut nachweisbar. Maximale Plasmaspiegel werden nach 1–1,5 Stunden erreicht. Die Elimination erfolgt größtenteils renal, überwiegend in Form von glucuronierten und sulfatierten Konjugaten. Die mittlere HWZ im Urin beträgt ca. zwei Stunden.

Betalaktamantibiotika Aminopenicilline + Betalaktamaseinhibitor, Cephalosporine Pharmakodynamik

glomerulären Filtration hat die tubuläre Sekretion einen unterschiedlich hohen Anteil an der renalen Clearance. Einige Substanzen werden biliär ausgeschieden. Betalaktamantibiotika können – vor allem bei biliärer Ausscheidung und bei schlecht resorbierbaren oralen Substanzen – zu erheblichen Störungen der physiologischen Darmflora führen.

Wichtigster Angriffspunkt der Betalaktamantibiotika sind die Peptidoglykansynthetasen der bakteriellen Zellwand. Die zur Peptidoglykan-Synthese erforderlichen Enzyme, die durch Bindung an Betalaktamantibiotika ihre Aktivität verlieren, werden als Penicillin-bindende Proteine (PBP) bezeichnet. Ein wichtiges derartiges Enzym ist die Transpeptidase, die irreversibel blockiert wird. Die damit verbundene Inhibition der Mureinsynthese führt zur Bakteriolyse. Die voneinander abweichenden Wirkungsspektren der Betalaktamantibiotika ergeben sich aus ihren physikalischchemischen Eigenschaften, welche die Penetrationsfähigkeit in die Bakterienzelle bestimmen, und in ihrer differierenden Affinität zu den einzelnen Enzymen.

Pivmecillinam

Pharmakokinetik

Pharmakokinetik

Nur einige Betalaktamantibiotika sind magensäurestabil und über die Darmmucosa ausreichend resorbierbar, um für eine orale Therapie eingesetzt werden zu können. Sie werden nur wenig metabolisiert und der größte Teil unverändert ausgeschieden. Die HWZ liegen bei den Penicillinen bei etwa einer Stunde, bei den Cephalosporinen überwiegend zwischen ein und zwei Stunden. Vorwiegend werden Betalaktamantibiotika renal eliminiert. Neben der

Nach oraler Gabe von Pivmecillinam werden etwa 1–1,5 Stunden nach der Einnahme maximale Blutspiegelwerte erreicht. Die HWZ der Ausscheidung von Mecillinam beträgt etwa eine Stunde. Die Ausscheidung erfolgt in erster Linie im Urin und teilweise über die Galle. Mecillinam wird überwiegend durch die Nieren (durch Filtration und aktive tubuläre Sekretion) ausgeschieden.

Pharmakodynamik Pivmecillinam ist ein oral wirksames Antibiotikum, das als Prodrug von unspezifischen Esterasen im Blut, in der Magen- und Darmschleimhaut sowie in anderen Geweben zum aktiven, antibakteriellen Wirkstoff Mecillinam hydrolysiert wird. Mecillinam ist ein Betalaktam mit Wirkung vor allem gegen gramnegative Bakterien. Es ist gegen viele Breitspektrumbetalaktamasen (inkl. viele der sogenannten ESBL-Enzyme) stabil. Als Betalaktam stört es die Biosynthese der Bakterienzellwand.

Wirksamkeit/Wirkspektrum (2;17–20) Folsäureantagonisten

Nitrofurantoin

Trimethoprim

Zu den üblicherweise sensiblen gramnegativen Erregern gehört E. coli, keine Wirksamkeit zeigt Nitrofurantoin gegenüber Proteus und Pseudomonas aeruginosa.

Das Wirkungsspektrum von Trimethoprim war ursprünglich sehr breit. Steigende Resistenzraten von E. coli bis zu mehr als 20 % lassen die Gabe als Mittel der Wahl zur empirischen Behandlung von HWI in den Hintergrund treten. Bei nachgewiesener Erregerempfindlichkeit ist Trimethoprim jedoch gut geeignet zur Behandlung von HWI.

Fluorchinolone Die oralen Fluorchinolone haben eine gute Aktivität gegenüber den gramnegativen Erregern E. coli, Klebsiella pneumoniae, Enterobacter spp., Serratia marcescens, Proteus mirabilis und Ciprofloxacin auch gegen Pseudomonas aeruginosa.

Fosfomycin-Trometamol Üblicherweise gegenüber Fosfomycin-Trometamol empfindliche gramnegative Spezies sind E. coli, Klebsiella pneumoniae und Proteus mirabilis.

Nitroxolin Zu den üblicherweise sensiblen gramnegativen Erregern gehören E. coli, Proteus mirabilis, keine Wirksamkeit zeigt Nitroxolin gegenüber Pseudomonas spp.

Betalaktamantibiotika Betalaktamantibiotika wirken bakterizid. Ihr Wirkungsspektrum differiert stark. Einige haben ein breites gegen grampositive und gramnegative Erreger gerichtetes Wirkungsspektrum. Andere sind nur im grampositiven oder gramnegativen Bereich wirksam, manche nur gegen einzelne Erreger.

Aminopenicillin + Betalaktamaseinhibitor Betalaktamaseinhibitoren (z. B. Clavulansäure, Sulbactam) erweitern in Kombination mit Aminopenicillinen deren Wirkungsspektrum. So können auch sensible HWI auslösende Erreger wie E. coli oder Proteus mirabilis erfasst werden. Amoxicillin wirkt zudem gegen die meisten Enterokokken. Für die orale Gabe stehen die Mischungsverhältnisse von Amoxicillin:Clavulansäure von 4:1 und 7:1 zur Verfügung. Besser verträglich ist die 7:1-Formulierung (weniger Durchfälle). Sultamicillin ist eine feste chemische Verbindung von Ampicillin mit Sulbactam, die oral appliziert werden kann. Cephalosporine Cephalosporine Gruppe 2 Cefuroximaxetil hat im Vergleich zur Gruppe 1 eine erhöhte Stabilität gegenüber den Betalaktamasen aus gramnegativen Bakterien und damit ein erweitertes antibakterielles

Spektrum. Bei Zystitis besitzt es eine gute Wirksamkeit gegen die vor allem für HWI verantwortlichen Erreger E. coli, Klebsiella spp. und Proteus spp., nicht aber gegen Serratia spp. Cephalosporine Gruppe 3 Die oralen Cephalosporine der Gruppe 3 Cefixim und Cefpodoximproxetil haben eine verbesserte Wirkung gegen E. coli, Klebsiella spp. und Proteus spp. und sind auch gegen Serratia spp. wirksam. Pivmecillinam Mecillinam bindet bevorzugt an dem Penicillin bindenden Protein 2 (PBP-2) in der Zellwand von gramnegativen Bakterien (im Gegensatz zu den meisten anderen BetalaktamWirkstoffen, die vorzugsweise an gramnegativen PBP-1A , -1B oder -3 ansetzen). Mecillinam ist gut wirksam gegen E. coli, Klebsiella spp., Proteus spp. und Enterobacter spp.

Nebenwirkungen, Risiken und Vorsichtsmaßnahmen (17–23)1 Nebenwirkungen

Fosfomycin-Trometamol

Folsäureantagonisten

Allergische Hautreaktionen, Exantheme, Fieber, Schwindel, Kopfschmerzen, Sehstörungen, Thrombophlebitis, Respirationsstörungen, gastrointestinale Beschwerden, Geschmacksstörungen, Appetitverlust, Asthenie, Anstieg von Leberenzymen im Blut, Leberschäden, pseudomembranöse Kolitis.

Trimethoprim Allergische Hautreaktionen, Exantheme, Megaloblastenanämie, hämolytische Anämie, Methämoglobinämie, Cholestase, Hepatitis, Pankreatitis, Anstieg von Leberenzymen im Blut, Leberschäden, Stevens-Johnson-Syndrom, LyellSyndrom, Photodermatosen, Nierenschäden, Hyperkaliämie, Oligurie, gastrointestinale Beschwerden, pseudomembranöse Kolitis, Geschmacksstörungen. Fluorchinolone Allergische Hautreaktionen, Lupus erythematodes, Cholestase, Lyell-Syndrom, Stevens-Johnson-Syndrom, Vaskulitis, Photodermatosen, Kopfschmerz, Schwindel, Schläfrigkeit, psychische Störungen, Unruhe, Schlaflosigkeit, periphere Polyneuropathie, Krämpfe, Erhöhung des intrakraniellen Drucks (bei Kindern), Ataxie, Hörstörungen, Sehstörungen, Geruchsstörungen, Geschmacksstörungen, Tränenfluss, Störungen der Hämatopoese, Dysurie mit Blasentenesmen, Hämaturie, Nierenschäden, Azidose, Hyperurikämie, Herzinsuffizienz, Angina pectoris, Arrhythmien, Hypotonie, Atembeschwerden, Pneumonitis, gastrointestinale Beschwerden, Anstieg von Leberenzymen im Blut, Leberschäden, Senkung des Serumthyroxinspiegels, Hyperglykämie, Tendopathien (Tendinitis, Ruptur der Achillessehne) (unterschiedliche Häufigkeit bei den einzelnen Flurochinolonen beachten!), Muskelschwäche und -schmerzen, Gelenkschmerzen, verlängerte QT-Zeit.

Nitrofurantoin Allergische Hautreaktionen, Exantheme, Lupus erythematodes, Cholestase, Hepatitis, Anstieg von Leberenzymen im Blut, Leberschäden (u. a. Hepatitis, Lebernekrose, tödliches Leberversagen), Pankreatitis, Fieber, pleuropulmonales Syndrom, Lungenreaktionen (Lungenfibrose, interstitielle Pneumonie, allergisches Lungenödem, Pleuritis, Atemnot, Husten und Brustkorbschmerz), Asthmaanfälle, Kopfschmerz, Schwindel, psychische Störungen, periphere Polyneuropathie, Erhöhung des intrakraniellen Drucks (bei Kindern), Megaloblastenanämie, Störungen der Hämatopoese, hämolytische Anämie, Kristallurie, Azidose, gastrointestinale Beschwerden, Parotitis, reversible Hemmung der Spermatogenese. Nitroxolin Kopfschmerzen, Schwindel, Gangunsicherheit, Hautrötungen, Thrombozytopenie.

Die Informationen zu Nebenwirkungen, Risiken und Vorsichtsmaßnahmen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Weitere Informationen sind der Fachinformation des jeweiligen Wirkstoffs zu entnehmen. Aktuelle Warnhinweise wie z. B. Rote-Hand-Briefe sind zu beachten.

1

Betalaktamantibiotika

Fosfomycin-Trometamol

Aminopenicilline + Betalaktamaseinhibitor

Bei gleichzeitiger Gabe von Metoclopramid und Fosfomycin-Trometamol kommt es zu einer Verringerung der Fosfomycin-Konzentrationen in Serum und Urin.

Allergische Reaktionen (Hautreaktionen, Blutbildveränderungen, Purpura, Fieber, Vaskulitis, Arthritis, Neuritis), Thrombophlebitis, verlängerte QT-Zeit (Ampicillin), Eosinophilie, Gerinnungsstörungen, Störungen im Elektrolythaushalt (nur bei Verwendung hoher Dosen der Na- oder K-Salze), interstitielle Nephritis, Respirationsstörungen, Brustschmerzen, gastrointestinale Beschwerden, Anstieg von Leberenzymen im Blut, Leberschäden, Stomatitis, Glossitis, Ösophagitis, Exantheme, Krampfanfälle, Halluzinationen, Herxheimer-Reaktion, Pseudomembranöse Enterokolitis, Nierenversagen. Cephalosporine Allergische Reaktionen (Hautreaktionen, Blutbildveränderungen, Serumkrankheit, Leberschäden) Kreislaufstörungen (Tachykardie, RR-Abfall), Thrombophlebitis, Eosinophilie, Leukopenie, Thrombopenie, hämolytische Anämie, Nierenschäden (insbesondere bei Kombination mit Aminoglykosiden), Riechstörungen, interstitielle Pneumonie, gastrointestinale Beschwerden, Exantheme, Schwindel, Muskelzuckungen, tonisch-klonische Krämpfe, Alkoholintoleranz, pseudomembranöse Enterokolitis, interstitielle Pneumonien. Pivmecillinam Durchfall, Übelkeit, vulvovaginale Pilzinfektion, niedriger Carnitinspiegel, Thrombozytopenie, Ösophagitis, Mundulzera.

Wechselwirkungen Folsäureantagonisten Trimethoprim

Nitrofurantoin Magnesiumtrisilikat vermindert die Resorption von Nitrofurantoin. Im alkalischen Harn verliert Nitrofurantoin an Wirksamkeit. Den Harn alkalisierende Substanzen wie z. B. Acetazolamid wirken potenziell antagonistisch. Nitroxolin Bei gleichzeitiger Einnahme hochdosierter Mineralstoffpräparate mit Nitroxolin kann ein hemmender Einfluss auf die Wirksamkeit von Nitroxolin nicht ausgeschlossen werden. Betalaktamantibiotika Verstärkung der Nephrotoxizität durch potenziell nephrotoxische Stoffe wie Aminoglykoside, Tetracyclin, Glykopeptid- und Polymyxin-Antibiotika, Makrolide, Furosemid. Inaktivierung von Cephalosporinen durch N-Acetylcystein. Pivmecillinam Verminderte Elimination von Methotrexat; die Ausscheidung von Mecillinam wird durch Probenecid reduziert; bei Kombination mit anderen Arzneimitteln erhöhtes Risiko für Carnitinmangel, Keine Kombination mit Valproinsäure; verminderte bakterizide Wirkung durch bakteriostatische Arzneimittel wie Erythromycin oder Tetracycline.

Kontraindikationen/ Anwendungsbeschränkungen

Wirkungsverstärkung von Sulfonylharnstoffen, VitaminK-Antagonisten, Phenytoin, Methotrexat, Thiopental (Verdrängung aus der Plasmaproteinbindung).

Folsäureantagonisten

Fluorchinolone

Schwere Nierenfunktionsstörungen, schwere Blutbildveränderungen, Früh- und Neugeborene, Schwangerschaft und Stillzeit.

Mineralische Antacida und andere Arzneimittel, die zweioder dreiwertige Metallionen enthalten, reduzieren die Bioverfügbarkeit von Fluorchinolonen teilweise um bis zu 90 % (Chelatkomplexbildner), Wirkungsverstärkung von Vitamin-K-Antagonisten, Hemmung des Abbaus von Methylxanthinen (Theophyllin). Gleichzeitige Gabe von NSAR erhöht das Risiko zentral-nervös bedingter Nebenwirkungen (psychische Störungen, Krämpfe etc.).

Trimethoprim

Fluorchinolone Allergie gegen Chinolone, schwere Leber- und Nierenfunktionsstörungen, zerebrale Schäden (Störungen der BlutLiquor-Schranke) und Anfallsleiden, Schwangerschaft und Stillzeit, Neugeborenenalter, Anwendungsbeschränkungen bei Kindern und Jugendlichen < 18 Jahre, Vorsicht im Straßenverkehr wegen Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens.

Fosfomycin-Trometamol

Betalaktamantibiotika

Strenge Indikationsstellung in der Stillzeit.

Allergie gegen Betalaktame.

Nitrofurantoin

Pivmecillinam

Niereninsuffizienz, Glucose-6-Phosphat-DehydrogenaseMangel, Oligurie, Neuropathien, Kinder < 3 Monate. In den ersten sechs Monaten der Schwangerschaft und in der Stillzeit darf Nitrofurantoin nicht angewendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich. Im letzten Trimenon ist die Anwendung von Nitrofurantoin kontraindiziert.

Überempfindlichkeit gegenüber Penicillinen oder Cephalosporinen. Alle Bedingungen, die den Durchgang durch die Speiseröhre beeinträchtigen. Genetische Stoffwechselstörungen, die bekanntermaßen zu einem schweren Carnitinmangel führen, z. B. Carnitin-Transporter-Defekte, Methylmalonazidurie und Propionazidämie.

Nitroxolin Überempfindlichkeit gegenüber Nitroxolin, Sojaöl, Ponceau 4R (E124), schwere Nieren- und Leberfunktionsstörungen. Schwangerschaft und Stillzeit.

Schwangerschaft und Stillzeit Wirkstoff

Embryonalperiode (SSW 1–12)

Fetalperiode (ab SSW 13)

Peripartalperiode

Stillzeit

Mittel der 1. Wahl

Cephalosporine

Cephalosporine

Cephalosporine

Cephalosporine

Mittel der 2. Wahl

Penicillinderivate

Penicillinderivate

Penicillinderivate

Penicillinderivate

kontraindiziert

Folsäureantagonisten

Folsäureantagonisten

Folsäureantagonisten

Folsäureantagonisten

Kosten – Kinder und Jugendliche (1 Monat bis 12 Jahre) Antibiotika Wirkstoff

Präparat

DDD1

Dosis pro Tag2

Kosten für 7 Tage [€]3,4,5,6

6 mg/kg8

23,20

5 mg/kg11

13,61

30 mg/kg12

27,6213

Folsäureantagonisten Trimethoprim

Infectotrimet® 100 Saft 100 mg/5 ml Suspension

Nitrofurantoin9

Nifuretten 20 mg überzogene Tabletten10

0,15 g7 Nitrofurane

®

0,12 g7 Cephalosporine Gruppe 2

Cefuroxim

Generikum 125 mg/5 ml Trockensaft

0,5 g Gruppe 3

Cefixim

Generikum 100mg/5 ml Trockensaft

0,2 g7

8 mg/kg14

18,96

Cefpodoxim

Generikum 40 mg/5 ml Trockensaft

0,2 g7

8 mg/kg15

43,84

Aminopenicilline + Betalaktamaseinhibitor

Amoxicillin/ Clavulansäure

Generikum 250/62,5 mg/5 ml 400/57 mg/5 ml

1 g7,16

Trockensaft

Sultamicillin

Unacid® PD oral 375 mg/7,5 ml Trockensaft

4:1-Formulierung: 25 mg/kg – 75 mg/kg (20/5 mg/kg – 60/15 mg/kg)17 7:1-Formulierung: 28,6 mg/kg – 51,4 mg/kg (25/3,6 mg/kg – 45/6,4 mg/kg)18

1,5 g

24,36 – 73,08

17,73 – 26,59

50 mg/kg

88,35

20 – 40 mg/kg19

17,6520 – 18,2520

Mecillinam Pivmecillinamhydrochlorid

Pivmelam® 200 mg, 400 mg Filmtabletten10

0,6 g

Stand Lauertaxe: 15.02.2018 1 Nach (24) für orale Darreichungsform; 2Dosierung gemäß Fachinformation (FI) und unter Berücksichtigung der Angaben der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie e.V. (DGPI) (2); 3Kostenberechnung bezogen auf die Tagesdosis der FI anhand des kostengünstigsten Präparates einschließlich Import; gesetzliche Pflichtrabatte der Apotheken und pharmazeutischen Unternehmen wurden berücksichtigt; 4die dargestellte Behandlungsdauer von 7 Tagen kann in Abhängigkeit des Schweregrades der Erkrankung über- oder unterschritten werden; 5bei der Wahl der dargestellten Behandlungsdauer von 7 Tagen wurde nicht berücksichtigt, dass mit einigen Wirkstoffen eine kürzere Therapiedauer bei unkomplizierten HWI ausreichend ist, dies kann zu niedrigeren Behandlungskosten führen; 6Kostenberechnung für ein 30 kg schweres Kind; 7Kinder-DDD; 8Säuglinge ab 6 Wochen bzw. ab 5 kg; 9Zystitis: nur für Mädchen zugelassen; 10Saft nicht verfügbar; 11Kinder ab 4 Monate; 12Kinder ab 3 Monate; 13Kosten für max. zugelassene Tagesdosis 500 mg; 14Kinder ab 1 Monat; 15Kinder ab 4 Wochen; 16bezogen auf Amoxicillin; 17keine klinischen Daten für > 40/10 mg/kg/d bei Kindern < 2 Jahre verfügbar; 18keine klinischen Daten für > 45/6,4 mg/kg/d bei Kindern < 2 Jahre verfügbar; Kinder < 2 Monate: keine Dosierungsempfehlung; 19Kinder ab 6 Jahren mit weniger als 40 kg Körpergewicht; 20Kosten für 3 Tage. Kosten für Einmalspritzen als Dosierhilfe bzw. Dosierspritzen wurden nicht berücksichtigt. Neben den dargestellten Darreichungsformen – soweit möglich orale, flüssige – stehen noch weitere Darreichungsformen sowie Wirkstärken zur Verfügung. Weitere Angaben zu Dosierungen und Anwendungsgebieten sind den Fachinformationen zu entnehmen. Die Kostendarstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Kosten – Erwachsene und Jugendliche (> 12 Jahre) Antibiotika Wirkstoff

Präparat

DDD1

Dosis pro Tag2

Kosten für 7 Tage [€]3,4,5

0,3 – 0,4 g

17,84 – 19,54

Folsäureantagonisten Trimethoprim

Infectotrimet® 150 mg, 200 mg Tabletten

0,4 g

Fluorchinolone Ciprofloxacin

Generikum 250 mg, 500 mg Filmtabletten

1g

0,5 – 1 g

11,15 – 12,94

Levofloxacin

Generikum 250 mg, 500 mg Filmtabletten

0,5 g

0,25 – 0,5 g

11,22 – 12,19

Norfloxacin

Generikum 400 mg Filmtabletten

0,8 g

0,8 g

15,40

3g

14,027

Phosphonsäurederivate FosfomycinTrometamol6

Generikum 3 g Granulat zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen

3g

Nitrofuran Nitrofurantoin8

Generikum 100 mg retard Hartkapseln/ überzogene Tabletten

Nitroxolin

Generikum 150 mg, 250 mg Weichkapseln

0,2 g

0,2 – 0,4 g

11,19 – 14,14

0,45 – 0,75 g

0,45 g: 25,35 0,75 g: 24,24

0,5 g

14,00

8-Hydroxychinolinderivat 1g

Cephalosporine Gruppe 2 Cefuroxim

Generikum 250 mg Tabletten

Cefixim

Generikum 400 mg Filmtabletten

0,4 g

0,4 g

21,03

Cefpodoxim8

Generikum 100 mg, 200 mg Filmtabletten

0,4 g

0,2 – 0,4 g

19,78 – 24,42

Pivmecillinamhydrochlorid

Pivmelam 200 mg, 400 mg Filmtabletten

0,6 g

0,6 – 1,2 g

17,659 – 18,259

Pivmecillinamhydrochlorid

X-Systo® 400 mg Filmtabletten

0,6 g

1,2 g

18,779

0,5 g Gruppe 3

Mecillinam ®

Stand Lauertaxe: 15.02.2018 1 Nach (24) für orale Darreichungsform; 2Dosierung gemäß Fachinformation (FI) unter Berücksichtigung der Angaben der Leitlinie der DGU (4); 3Kostenberechnung bezogen auf die Tagesdosis der FI anhand des kostengünstigsten Präparates einschließlich Import; gesetzliche Pflichtrabatte der Apotheken und pharmazeutischen Unternehmen wurden berücksichtigt; 4die dargestellte Behandlungsdauer von 7 Tagen kann in Abhängigkeit des Schweregrades der Erkrankung über- oder unterschritten werden; 5bei der Wahl der dargestellten Behandlungsdauer von 7 Tagen wurde nicht berücksichtigt, dass mit einigen Wirkstoffen eine kürzere Therapiedauer bei unkomplizierten HWI ausreichend ist, dies kann zu niedrigeren Behandlungskosten führen; 6nur für Frauen zugelassen; 7einmalige Gabe; 8Zystitis: nur für Frauen zugelassen; 9Kosten für 3 Tage. Neben den dargestellten oralen, festen Darreichungsformen/Wirkstärken stehen noch weitere orale Darreichungsformen/Wirkstärken zur Verfügung. Weitere Angaben zu Dosierungen und Anwendungsgebieten sind den Fachinformationen zu entnehmen. Die Kostendarstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Literatur 1. National Institute for Health and Clinical Excellence: Urinary tract infection in under 16s: diagnosis and management - Clinical Guideline CG 54. Published date: August 2007. Last updated: September 2017: http://www.nice.org.uk/CG54. Letzter Zugriff: 27. September 2017. 2. Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie e.V. (DGPI) (Hrsg.): Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (Hrsg.), Handbuch Infektionen bei Kindern und Jugendlichen. 6. Auflage; Stuttgart: Georg Thieme Verlag KG, 2013. 3. European Association of Urology: Guidelines on Urological Infections 2015: http://uroweb.org/wp-content/uploads/EAU-GuidelinesUrological-Infections-v2.pdf. Letzter Zugriff: 27. September 2017. 4. Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften: Interdisziplinäre S-3 Leitlinie Harnwegsinfektionen: Epidemiologie, Diagnostik, Therapie und Management unkomplizierter, bakterieller, ambulant erworbener Harnwegsinfektionen bei erwachsenen Patienten: http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/043-044.html. AWMF-Leitlinien-Register Nr 043/044; Stand: April 2017. Letzter Zugriff: 27. September 2017. 5. Stein R, Dogan HS, Hoebeke P et al.: Urinary tract infections in children: EAU/ESPU guidelines. Eur Urol 2015; 67: 546-558. 6. Apogepha Arzneimittel GmbH: Fachinformation "Pivmelam® 200 mg/400 mg Filmtabletten". Stand: September 2017. 7. ratiopharm: Fachinformation "Nitrofurantoin-ratiopharm® 100 mg Retardkapseln". Stand: Oktober 2014. 8. Robert Koch-Institut: Antibiotika Resistenz Surveillance (ARS): https:// ars.rki.de/Content/Database/Introduction/RegionalQuery.aspx. Letzter Zugriff: 27. September 2017. 9. Zambon: Fachinformation "Monuril 3000 mg Granulat". Stand: März 2017. 10. Avoiding antibacterial overuse in primary care. Drug Ther Bull 2007; 45: 25-28. 11. European Center for Disease Prevention and Control (ECDC): European Antibiotic Awareness Day: Key messages for primary care prescribers: http://antibiotic.ecdc.europa.eu/en/eaad/antibiotics-get-informed/ key-messages/Pages/primary-care-prescribers.aspx. Letzter Zugriff: 27. September 2017. 12. European Center for Disease Prevention and Control (ECDC): European Antibiotic Awareness Day: Key messages for hospital prescribers: http://antibiotic.ecdc.europa.eu/en/eaad/antibiotics-get-informed/ key-messages/Pages/hospital-prescribers.aspx. Letzter Zugriff: 27. September 2017.

13. European Center for Disease Prevention and Control (ECDC): European Antibiotic Awareness Day: Factsheet for experts: http://antibiotic. ecdc.europa.eu/en/eaad/antibiotics-get-informed/factsheets/Pages/ experts.aspx. Letzter Zugriff: 27. September 2017. 14. IQWiG (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen): Merkblatt: Antibiotika richtig anwenden und Resistenzen vermeiden: https://www.gesundheitsinformation.de/antibiotika-richtiganwenden-und-resistenzen.2321.de.html?part=meddrei-ci. Letzter Zugriff: 27. September 2017. 15. Bundesministerium für Gesundheit: DART: Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie 2020. Berlin, Mai 2015. 16. Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM): Brennen beim Wasserlassen – Leitlinie Nr. 1 – Patienteninformation: http://www.degam.de/files/Inhalte/Leitlinien-Inhalte/Dokumente/ Patienteninformationen/Pat.info_Brennen_beim_Wasserlassen_2009. pdf. Stand: April 2009. Letzter Zugriff: 27. September 2017. 17. Mutschler E, Geisslinger G, Kroemer HK et al.: Mutschler Arzneimittelwirkungen: Lehrbuch der Pharmakologie und Toxikologie. 10. Aufl.; Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, 2013. 18. Aktories K, Förstermann U, Hofmann F, Starke K: Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie. 11. Aufl.; München: Elsevier Urban & Fischer, 2013. 19. Leo: Fachinformation "X-Systo® 400 mg Filmtabletten". Stand: Februar 2015. 20. Rosen Pharma: Fachinformation "Nitroxolin forte®". Stand: Juni 2017. 21. Ammon HPT, Estler CJ, Estler HC, al. e: Ammon HPT (Hrsg.): Arzneimittelneben- und -wechselwirkungen. Ein Handbuch und Tabellenwerk für Ärzte und Apotheker. 4. Aufl.; Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, 2001. 22. Müller-Oerlinghausen B, Lasek R, Düppenbecker H, Munter K-H (Hrsg.): Handbuch der unerwünschten Arzneimittelwirkungen. München, Jena: Urban & Fischer, 1999. 23. Schaefer C, Spielmann H, Vetter K et al.: Schaefer C, Spielmann H, Vetter K (Hrsg.): Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit. 8. Aufl.; München, Jena: Urban & Fischer Verlag, 2012. 24. GKV-Arzneimittelindex im Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO): (DIMDI) DIfMDuI (Hrsg.): Anatomisch-therapeutisch-chemische Klassifikation mit Tagesdosen. Amtliche Fassung des ATC-Index mit DDDAngaben für Deutschland im Jahre 2017. Berlin: DIMDI, 2017.

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© Wirkstoff aktuell ist eine Information der KBV in Kooperation mit der ARZNEIMITTELKOMISSION DER DEUTSCHEN ÄRZTESCHAFT

Stand: 24.09.2017 (Ergänzung vom 19.02.2018 zu Pivmecillinam)

Notizen