Multi-Baudicht 2K

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Technisches Merkblatt Artikelnummer 3014

Multi-Baudicht 2K Vereint die Eigenschaften einer kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtung und einer mineralischen, rissüberbrückenden Dichtungsschlämme (MDS) für die Bauwerksabdichtung

Anwendungsgebiete  



  



Schnellabdichtung von Bauteilen, Behältern und Kellern an einem Tag Erdberührte, hochflexible Abdichtung gegen Bodenfeuchte, nichtstauendes Sickerwasser n. DIN 18195-4, nichtdrückendes Wasser auf Deckenflächen und in Nassräumen n. DIN 18195-5, aufstauendes Sickerwasser n. DIN 18195-6, von außen drückendes Wasser im Kiesol-System Abdichtungen unter keramischen Belägen im Innenund Außenbereich (Beanspruchungsklasse A0/B0) Ansetzkleber für die Perimeterdämmung Horizontalsperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit im Mauerwerksbau Einsatz als hochflexible Bauwerks- und Sockelabdichtung auch in Verbindung mit Sockelputz und VWS Mineralisches Innenabdichtungssystem nach WTA Merkblatt 4-6

Produktkenndaten Basis: Dichte Fertigmischung: Konsistenz: Wasserundurchlässigkeit gem. DIN 18195-6: Durchtrocknungszeit (20°C/70 % rel. Feuchte):* Schlitzdruckprüfungen gem. bauaufsichtlicher Prüfung: Rissüberbrückung: Druckverhalten bei Druckbelastung > 0,9 MN/m²: Schichtdicke:



Abdichtung von Arbeitsfugen an WU-Kellern durch Einbetten von Remmers Armierungsgewebe 2,5/100 oder 2,5/25 (Art. 4176/4177) bzw. zum Aufkleben von Fugenbändern der B-Serie.

Polymerbindemittel, Zement Spezial-Füllstoffe, Additive ca. 1,2 kg/dm³ pastös erfüllt ca. 24 Stunden erfüllt, auch ohne Verstärkungseinlage ≥ 2 mm (Schichtdicke 3 mm) Trockenschichtdicke konstant > 75% lt. Prüfbericht 1,25 mm Frischschicht ergibt ca. 1 mm Trockenschichtdicke Entspricht 1,5 kg/m² Verbrauch * Abhängig von den Witterungsbedingungen und der Frischschichtdicke kann sich die Trocknungszeit verkürzen oder verlängern.

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Produkteigenschaften Multi-Baudicht 2K ist ein Kombinationsbaustoff aus einer kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtung und einer rissüberbrückenden MDS, für die flexible Abdichtung von Bauwerken im Innen- und Außenbereich für Neubauten und Bauten im Bestand mit folgenden Eigenschaften:  Schnellabbindend für die kostensparende Bauwerksabdichtung an einem Tag  umweltfreundlich und lösemittelfrei  Hochflexibel, dehnfähig und rissüberbrückend  Schlämm-, spachtel- und spritzfähig  Hohe Druckfestigkeit  Nach kurzer Zeit regenfest durch Schnell-Reaktionskomponente  Haftet auf allen mineralischen Untergründen und alten bitumenhaltigen Untergründen  Für senkrechte und waagerechte Flächen und unter Estrichen einsetzbar  Druckwasserdicht ohne Verstärkungseinlage  Algen-, Fäulnis-, streusalzfest  Frost- u. alterungsbeständig  Hohe Untergrundhaftung, druckwasserdicht auch bei negativer Wasserbeanspruchung  Entspricht den Merkblättern und Richtlinien für Bauwerksabdichtungen mit KMB und MDS rissüberbrückend  Übertrifft die n. DIN 18195 Bauwerksabdichtung geforderten Stoffeigenschaften. Untergrund Geeignet sind alle mineralischen Untergründe wie Kalksandstein, Ziegelstein, Betonstein, Beton, Porenbeton und Zementestrich. Eine gute Haftung wird ebenfalls auf folgenden Untergründen erzielt: altes Bitumen, Metall (z.B. Edelstahl und Aluminium), auf lackierten Holz-/Kunststofffensterrahmen (Ggf. Vorversuch notwendig). Der Untergrund

muss sauber und fest, frei von Öl, Fett und Entschalungsmitteln sein. Mattfeuchte Flächen sind zulässig. Es ist ein vollfugiger und ebenflächiger Untergrund erforderlich. Vorspringende Grate und Mörtelreste entfernen. Ecken und Kanten, besonders an Sohl- und Kragplatten, sind zu brechen bzw. abzuschrägen. Vertiefungen > 5 mm, wie Mörteltaschen, offene Stoß- und Lagerfugen oder Ausbrüche sind mit einem geeigneten Mörtel, z. B. Remmers Dichtspachtel oder Multi-Baudicht 2K mit Verschnitt durch Selectmix 25 (Art. 4047) (MV bis 3:1) zu verschließen. Mineralische Untergründe mit Kiesol (1:1 mit Wasser verdünnt) grundieren. Die Grundierung soll gut in den Untergrund eingezogen und an der Oberfläche lufttrocken sein, bevor die erste Beschichtung aufgetragen wird. Zwischen den Schichten oder auf der Oberfläche der Abdichtung wird kein Kiesol gesprüht! Porige, lunkerreiche Flächen, insbesondere Beton sowie oberflächenprofilierte Mauersteine nach der Grundierung zur Blasenvermeidung mit einer Kratzspachtelung und Untergrundegalisierung aus Multi-Baudicht 2K versehen. Bei haufwerksporigen Untergründen (z. B. Beton- oder Leichtbetonsteinen) wird mit dieser Kratzspachtelung eine geschlossene Oberfläche hergestellt. Anwendung als KMB Neubauabdichtung Horizontalabdichtung unter Wänden: Gereinigte Betonbodenplatte im Wandaufsatzbereich mit ca. 50 mm seitlichem Überstand mit Kiesol (1:1 mit Wasser) grundieren und zwei Schlämmschichten aus Multi-Baudicht 2K aufbringen. Die zweite Schicht sollte erfolgen, sobald der erste Auftrag durch die weitere Bearbeitung nicht mehr beschädigt wird. Frisch in den letzten Schlämmauftrag mit Mörtel die erste Mauerwerksschicht setzen.

Dichtungskehle: Dichtungskehle im gereinigten Wandaufsatzbereich mit einer Schenkellänge von 5 cm herstellen. Zur besseren Haftung und als Hinterfeuchtungsschutz ist eine Grundverkieselung aus Kiesol (1:1 mit Wasser) und Remmers Dichtschlämme von 10 cm unter Oberkante Sohle bis über 2. Lagerfuge (jedoch mind. 20 cm hoch) aufzubringen. Frisch in frisch mit Dichtspachtel die Kehle einziehen. Bei nassen Untergründen ist die Grundverkieselung vollflächig auszuführen. Ist bauseits sichergestellt, dass keine Hinterfeuchtung auftritt, wird nur der Dichtungskehlenbereich vorgeschlämmt. Die nicht mit einem Hinterfeuchtungsschutz versehenen Flächen sind mit Kiesol (1:1 mit Wasser) zu grundieren. Senkrechte Flächenabdichtung: Auf die in den Untergrund eingezogene Kiesol-Grundierung (1:1 mit Wasser) bzw. getrocknete Kratzspachtelung wird Multi-Baudicht 2K zweilagig aufgetragen. Die zweite Schicht sollte erfolgen, sobald der erste Auftrag durch die weitere Bearbeitung nicht mehr beschädigt wird. Die Mindestverbrauchsmengen und Gesamtschichtdicken für die einzelnen Lastfälle sind zu beachten, im frischen Zustand zu prüfen und bei aufstauendem Sickerwasser und von außen drückendem Wasser zu dokumentieren Zur Sicherstellung der Durchtrocknung wird Multi-Baudicht 2K im Dichtungskehlenbereich zweilagig in vorgeschriebener Schichtdicke im Streichverfahren aufgetragen. Wird die Einbettung einer Verstärkungseinlage gefordert, ist das Remmers Armierungsgewebe 2,5/100 (Art. 4176), in die erste Lage einzuarbeiten. Über Elementfugen ist die Verstärkungseinlage vorzusehen.

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Waagerechte Flächenabdichtung: Bei Abdichtungen gegen Bodenfeuchte und nichtstauendes Sickerwasser ist die Bodenplatte wie unter senkrechten Flächen beschrieben zu grundieren (keine Pfützenbildung). Multi-Baudicht 2K ist in zwei Lagen, gleichmäßig und porenfrei aufzubringen. Nach Durchtrocknung der Abdichtung wird vor Einbau des Estrichs als Schutz- und Gleitschicht eine Polyethylenfolie zweilagig verlegt. Gegen aufstauendes Sickerwasser bzw. drückendes Wasser erfolgt die Abdichtung auf der bewehrten Sauberkeitsschicht unterhalb der Bodenplatte. Hier ist eine Grundverkieselung vorzuschalten. Bei Abdichtung im Verbund ist MultiBaudicht 2K bis zur Oberkante des Fußbodens bzw. an die Horizontalsperre in den Wänden zu führen. Durchdringungen Bei Bodenfeuchte und nichtstauendes Sickerwasser Rohrdurchführungen flexibel mit MultiBaudicht 2K umlaufend kehlenförmig <10 mm abdichten. KGRohre mit Sandpapier aufrauen. Metallrohre reinigen, eventuell anschleifen und mit MultiBaudicht 2K abdichten. Im Lastfall nichtdrückendes Wasser Rohrdurchführungen mit Klebeflansch oder Los-/Festflansch in die Abdichtung einbinden. Los-/Festflanschkonstruktionen sind beim Lastfall aufstauendes Sickerwasser vorzusehen. Für alle Lastfälle kann der Remmers Rohrflansch angewendet werden. Nachträgliche Außenabdichtung Freigelegten Untergrund gründlich säubern. Alle losen Teile, mürbe Fugen und hohlliegenden Putz entfernen und mit Remmers Grundputz erneuern. Der so sach- und fachgerecht vorbereitete mineralische Untergrund wird wie in der Neubauabdichtung behandelt. Trockene vor-

handene, festhaftende bitumenhaltige Abdichtungen werden mit Multi-Baudicht 2K durch eine Kratzspachtelung versehen und sobald diese nicht mehr zu verletzen ist, zweilagig in geforderter Schichtdicke überarbeitet. Schutz-/Dränschichten Die vollkommen durchgetrocknete Abdichtung muss vor mechanischer Beschädigung geschützt werden. Für den Schutz des Abdichtungssystems empfehlen wir unseren Remmers DSSystemschutz (Art. 0823). Er erfüllt den geforderten Anfüllschutz der DIN 18195-10 und der Dickbeschichtungsrichtlinie, sowie den senkrechten Teil einer Dränanlage nach DIN 4095. Materialien, die Punkt- und/oder Linienbelastungen auf die Abdichtung ausüben, dürfen nicht verwendet werden. Anwendung als mineralische Dichtungsschlämme (MDS), rissüberbrückend Untergrund - siehe Anwendung als KMB Neubauabdichtung. Der erste Auftrag mit MultiBaudicht 2K erfolgt im Streichoder Spachtelverfahren. Die nachfolgenden Arbeitsgänge erfolgen, sobald der erste Auftrag durch die weitere Bearbeitung nicht mehr beschädigt wird. Die Mindestverbrauchsmengen und Gesamtschichtdicken für die einzelnen Wasserbeanspruchungen nach DIN 18195 sind zu beachten. Fugenabdichtung: Eck- und Anschlussfugen im Dauernassbereich werden mit dem Fugenbandsystem Remmers SP-Serie (Art. 5004–5010) überbrückt. Das Fugenband SP 120/70 in die frische erste Schicht Multi-Baudicht 2K einarbeiten und dem Fugenverlauf folgen lassen. In Rohrdurchdringungen und Bodenöffnungen Boden- und Wandmanschette SP einbinden.

Beanspruchungsgruppe

Schicht -dicke (mm)

Auftragsmenge (kg/m²)

Bodenfeuchtigkeit

> 2,0

>3,0

Nichtstauendes Wasser, Sickerwasser

> 2,0

>3,0

Wasserbehälter mit Wassertiefen < 5m

>3,2

> 4,8

Verarbeitung Multi-Baudicht 2K wird im abgepackten Mengenverhältnis geliefert (Trockenmörtel und Flüssigkomponente). Zuerst wird die flüssige Komponente vorgelegt. Anschließend wird die Pulverkomponente zugegeben. Es ist so lange zu mischen, bis eine gleichmäßige streich- und spachtelfähige Konsistenz entsteht. Die Mischzeit beträgt ca. 3 Minuten. Nicht benetzte Pulveranteile (Knollen) dürfen nicht zurückbleiben. Im Bedarfsfall kann auch eine Kleinmenge im Verhältnis 1,25 :1 Pulver : Flüssigkeit (nach Gewichtsteilen) angemischt werden. Mischgeräte: Bohrmaschine mit aufgesetztem Rührpaddel oder Ankerrührer klein (Art. 4248). Es darf kein Wasserzusatz oder eine Änderung der Mischungsverhältnisse erfolgen. Die nachfolgenden Arbeitsgänge erfolgen wie unter Anwendung beschrieben im Streich- oder Spachtelverfahren. Bei der Anwendung kann MultiBaudicht 2K im Schlämm-, Spachtel- oder Spritzverfahren in mehrlagiger Arbeitsweise angewendet werden. Der zweite Auftrag, ggf. ein dritter erfolgt sobald die Unterschicht nicht mehr zu verletzen ist. Um ein spannungsfreies Austrocknen der Abdichtung zu gewährleisten, sollte der Materialauftrag 3,6 kg/m² (entspricht 3 mm Nassschichtdicke je Arbeitsgang) nicht überschreiten.

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Hierzu kann die Schichtstärkenkelle für 3 mm (Art. 400001) verwendet werden. Hinweis: Die Luft- und Untergrundtemperatur muss mind. + 5 °C betragen. Nicht bei direkter Sonneneinstrahlung arbeiten, entsprechend den Regeln der Putztechnik der Sonne nach- oder in den Morgen- und Abendstunden arbeiten. Die Abdichtung ist im frischen Zustand regen- und frostempfindlich. Als Abdichtung unter Stelzlagern nicht geeignet. DIN 18195, neueste Richtlinie für die Planung und Ausführung mit kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen (KMB) oder mineralischen Dichtungsschlämmen (MDS) zur Abdichtung erdberührter Bauteile der Deutschen Bauchemie und weitere, gültige technische Merkblätter der zum System gehörigen Produkte beachten. Hinweise zu den Rührgeräten Arbeitsgeräte, Reinigung Ankerrührer klein (Art. 4248) mit regelbarer Bohrmaschine (1000 Watt) und (700-900 U/min). Glättekelle, Traufel, Spachtel, Schichtstärkenkelle für 3 mm (Art. 400001), Zungenkelle, Spritz-gerät. Ist das Material noch nicht angetrocknet kann das Werkzeug mit Wasser gereinigt werden. Lieferform, Verbrauch. Lagerung Lieferform: 25 kg Kombibehälter, Polymerund Pulverkomponente im richtigen Verhältnis abgepackt (Pulver liegt im Gebinde).

Verbrauch: Hinterfeuchtungsschutz: Je Grundverkieselung: 0,1 kg/m² Kiesol und 1,6 kg/m² Dichtschlämme Dichtungskehle: 1,7 kg/m Dichtspachtel Grundierung: 0,1 kg/m² Kiesol oder Kiesol rot

Sicherheit, Ökologie, Entsorgung Nähere Informationen zur Sicherheit bei Transport, Lagerung und Umgang sowie zu Entsorgung und Ökologie können dem aktuellen Sicherheitsdatenblatt entnommen werden.

Schichtdicken und Verbrauch bei der Anwendung als MDS rissüberbrückend: Schichtdicken und Verbrauch bei der Anwendung als KMB: Beanspruchungsgruppe

Trockenschichtdicke in mm

Auftragsmenge (kg/m²)

Bodenfeuchte, nichtstauendes Sickerwasser, nichtdrückendes Wasser

>3

>4,5

Aufstauendes Sickerwasser und von außen drückendes Wasser

>4

>6

Kratzspachtelung

-

>1,5

Ansetzkleber für Perimeterdämmung

-

>1,5

Verbrauchsmengen für Ausgleichs- und Kratzspachtelungen sind gesondert zu berücksichtigen. Bedingt durch handwerkliche Verarbeitung können sich die Verbrauchsmengen um ca. 1 kg/m² erhöhen. Lagerung: Im verschlossenen Originalgebinde, frostfrei, trocken und vor starker Wärmeeinwirkung geschützt 12 Monate haltbar.

Vorstehende Angaben wurden aus unserem Herstellerbereich nach dem neuesten Stand der Entwicklung und Anwendungstechnik zusammengestellt. Da Anwendung und Verarbeitung außerhalb unseres Einflusses liegen, kann aus dem Inhalt des Merkblattes keine Haftung des Herstellers abgeleitet werden. Über den Inhalt des Merkblattes hinausgehende oder abweichende Angaben bedürfen der schriftlichen Bestätigung durch das Stammwerk. Es gelten in jedem Fall unsere allgemeinen Geschäftsbedingungen. Mit Herausgabe dieses technischen Merkblattes verlieren vorangegangene ihre Gültigkeit.

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